SPD Efringen-Kirchen

Großes Gebäude für Vereine

Veröffentlicht am 25.10.2024 in Presseecho

Der Kulturstammtisch wird fortgeführt, um die Zukunft der Alten Schule in Efringen-Kirchen zu begleiten. Die Bürgermeisterin stellte beim jüngsten Treffen ihre Idee eines neuen Gebäudes für Vereine und Veranstaltungen vor.

Die Zukunft der Alten Schule, des großen Gebäudes, in dem jahrzehntelang das Museum zum Besuch einlud, beschäftigt viele Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde. Bereits im Mai hatte der SPD-Ortsverein erstmals zu einem Kulturstammtisch eingeladen, um Ideen und Vorstellungen für die künftige Nutzung zu sammeln.

Die SPD hatte mit der Einladung unter anderem auf die Schließung des Museums reagiert. Da der Brandschutz in dem Gebäude nicht mehr den heutigen Erfordernissen genügt, hatte der Gemeinderat auf dringenden Rat der Verwaltung beschlossen, den Museumsbetrieb stillzulegen. Einher geht damit, dass die Räume im Obergeschoss, die von den Vorgaben des Brandschutzes betroffen sind, nicht mehr für Ausstellungen genutzt werden können. Nur im Erdgeschoss und im Untergeschoss, wo Fluchtmöglichkeiten vorhanden sind, darf der Betrieb weiter gehen.

Am vergangenen Wochenende fand nun der zweite Kulturstammtisch statt, zu dem auch Bürgermeisterin Carolin Holzmüller gekommen war. Dem beim ersten Treffen entwickelten Konzept, dass man den Stammtisch in eine Agenda-Gruppe "Kultur" umwandeln könnte, hielt sie entgegen, dass es bereits eine Projektgruppe der Gemeinde im Rahmen des Förderprogramms "Aller.Land" gäbe. Holzmüller erläuterte, dass es sich dabei um eine Theatergruppe in Häg-Ehrsberg handelt, die sich auf die Fahne geschrieben hat, mehr Kultur im ländlichen Raum stattfinden zu lassen.

Kreisrätin Marion Caspers-Merk, die den Stammtisch moderierte, ergänzte, dass es sich um ein vom Kreis gefördertes Projekt handele, das mehr oder weniger Theater betreffe. Armin Schweizer, der Vorsitzende der SPD-Ortsgruppe wunderte sich darüber, dass diese Entwicklung an der Öffentlichkeit weitgehend vorbeigegangen sei. Bis auf Birgit Meier, vom Förderverein des Museums und Marion Caspers-Merk hatte kein Anwesender davon gehört.

Die Besucher des Stammtisches einigten sich darauf, dass der Stammtisch fortgeführt werden soll, auch wenn es vorerst keine Agenda-Gruppe "Kultur" gibt. Ziel sei es, das Gemeindeentwicklungskonzept kritisch und konstruktiv zu begleiten. An Stelle des SPD-Ortsvereins wird künftig Eckhart Lenzing von den Kammerkonzerten die Organisation übernehmen. Armin Schweizer hatte zuvor betont, dass der Ortsverein von vorneherein nur Initiator eines Kulturstammtischs sein wollte, um die Kunst- und Kulturschaffenden der Gemeinde sowie Kulturinteressierte an einen Tisch zu bringen, um ihre Anliegen zu hören, was es vor Jahrzehnten schon einmal gab. Und das sei erreicht worden.

Bürgermeisterin Holzmüller nutze die Versammlung, um ihre Vorstellung für die künftige Kulturarbeit zu skizzieren. Der Fortbestand der Alten Schule werde aktuell im Rahmen des Gemeindeentwicklungskonzepts geprüft, unterstrich sie noch einmal. Absehbar sei, dass das zu einem geringeren Gebäudebestand der Gemeinde führen werde. Sie könne sich vorstellen, dass ein neues, größeres Veranstaltungsgebäude für Vereine und Veranstaltungen gebaut werde. Bisher seien das aber nur Skizzen. Es gebe weder ein Grundstück noch Pläne oder ein Finanzkonzept dafür. Am Ende sei so eine Baumaßnahme auch eine Entscheidung des Gemeinderats. Der wurde bisher aber hierzu noch nicht einbezogen.

Der frühere Gemeinderat Willfried Bussohn erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass die Alte Schule schon einmal verkauft wurde, um sie für teures Geld wieder zurückzukaufen. So einen Schritt sollte man sich sehr genau überlegen, war sich die Runde einig.

 

Großes Gebäude für Vereine (veröffentlicht am Mi, 23. Okt 2024 auf badische-zeitung.de)