Gemeinderat lehnt Autohof-Pläne bei Kleinkems ab Rheinaue soll unangetastet bleiben

Veröffentlicht am 20.07.2011 in Gemeindenachrichten

Der Gemeinderat schloss sich am Montag dem Votum des Kleinkemser Ortschaftsrates an und lehnte sowohl den Bau eines privat betriebenen Autohofes, als auch die vom Bund in Erwägung gezogene Anlegung eines Lkw-Stellplatzes im Rheinvorland bei Kleinkems ab.

Der Gemeinderat schloss sich am Montag dem Votum des Kleinkemser Ortschaftsrates an und lehnte sowohl den Bau eines privat betriebenen Autohofes, als auch die vom Bund in Erwägung gezogene Anlegung eines Lkw-Stellplatzes im Rheinvorland bei Kleinkems ab – und das einstimmig sowie in offener Abstimmung.

In dieser Eindeutigkeit konnte die Ablehnung der Pläne, die vor Ort bekanntlich zu aktivem Widerstand geführt haben, sicher nicht erwartet werden. Zu Beginn der Sitzung richtete deshalb Georg Blatz von der Bürgerinitiative "Pro Rheinaue Kleinkems" nochmals den eindringlichen Appell an die Gemeinderäte, für den Erhalt des schmalen Landschaftsstreifens zwischen Autobahn und Rhein zu stimmen, der für die Kleinkemser in seiner Gesamtheit "gleich wertvoll" sei. Die Argumentation der Gemeinde, dass es sich bei dem betreffenden, ihr gehörenden Grundstück ja "nur um Ackerland" handle, sei deshalb völlig unangebracht. Mit dem Hinweis auf die Skepsis, die sowohl Regierungspräsident Julian Würtenberger, als auch der Regionalverbandsvorsitzende Tilman Bollacher und Landrat Walter Schneider in Briefen an die Bürgerinitiative den Autohof-Plänen gegenüber geäußert haben, forderte er dazu auf: "Schützen sie diese Fläche vor der Geldgier!" Günter Schöning belegte mit der Übergabe einer zweiten Unterschriftenliste den Rückhalt der Initiative in der Bevölkerung.

 

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