Marion Caspers-Merk als "Lokomotive"

Veröffentlicht am 09.03.2009 in Presse im Wahlkreis

BAD BELLINGEN (jut). Die Entscheidung war eindeutig: Die SPD im Wahlbezirk 8, zu dem die Ortsvereine Efringen-Kirchen sowie Bad Bellingen-Schliengen zählen, wird mit sechs Kandidaten in die Kreistagswahl am 7. Juni gehen. In einer gemeinsamen Mitgliederversammlung am gestrigen Sonntag im Bad Bellinger "Sonnenstück" wurden sie nominiert. Die Abstimmung erfolgte einstimmig per Liste ("verbundene Einzelwahl").

Platz eins auf der Liste nimmt "die Lokomotive" ein, die, so ein Wähler, immer vorne am Zug stehen sollte. Es ist Marion Caspers-Merk, die nicht mehr für den Bundestag, dafür aber für den Kreistag kandidieren will. "Kreispolitik ist Daseinsvorsorge, die Region liegt mir am Herzen, weil ich ein politischer Mensch bin und bleibe", meinte das Noch-Bundestagsmitglied.

Ihre Beweggründe für eine Kandidatur legten auch die weiteren Kandidaten Oswald Strittmatter, Hanspeter Buck, Bernhard Sutter, Daniel Wenk und Roland Egenehofer dar. Strittmatter, der auch Gemeinderat in Bad Bellingen ist, geht es auch darum, "die Vormacht der Bürgermeister im Kreistag zu sprengen". "Es kann doch nicht sein, dass so viele Bürgermeister dort diejenigen wählen, die sie dann später beaufsichtigen", meinte er unter dem Applaus der Anwesenden. Hanspeter Buck ist Lehrer in Binzen und hat dort jeden Tag mit Schülern zu tun. Er möchte ihnen auch ein Beispiel dafür geben, dass in der Politik "etwas bewegt werden kann, wenn man sich wirklich dafür einsetzt".

Bernhard Sutter, der bei der Versammlung nicht anwesend sein konnte, ist Jungunternehmer. "Ein Selbstständiger in unseren Reihen gibt ein Beispiel für Eigeninitiative", fand Marion Caspers-Merk. Daniel Wenk ist als Interessenvertreter der badischen Landeskirche in seinem Beruf oft freigestellt. Ihm liegt soziales Engagement besonders am Herzen. Roland Egendorfer kennt man aus der Tätigkeit als Schliengener Gemeinderat. Auch er möchte gerade den jungen Menschen ein Vorbild sein, was politisches Diskutiert und besprochen wurde bei der SPD Efringen-Kirchen, Bad Bellingen und Schliengen auch das Wahlprogramm. Unter der Überschrift "Ein starkes Team für ein starkes Markgräflerland" haben die Kreistagskandidaten ihre Anliegen unter drei Prämissen zusammengefasst. Zum einen geht es etwa beim Thema "Kinder, Kultur, Familien und Senioren" unter anderem um die Sicherung, den Ausbau und die Förderung der Schulsozialarbeit sowie um rechtzeitige Hilfen für Familien in Krisensituationen oder die Förderung von Betreuungskonzepten bei älteren Menschen.

Unter dem Titel "Wirtschaft und Verkehr" rangieren die Forderungen nach der Bereitstellung von Ausbildungsplätzen in Verwaltung, Gesundheitswesen und Pflege. Zudem wird gefordert, so viel Güterverkehr wie möglich durch den Katzenbergtunnel zu leiten. Gewachsene Strukturen wie der Kurbetrieb in Bad Bellingen sollten gestärkt werden.

"Umwelt und Tourismus" ist ein dritter Schwerpunkt. Gefördert werden sollen unter anderem die Wertstoffsammlung der Vereine, der Ausbau der Energieberatung und energetischen Gebäudesanierung als Beitrag zum Klimaschutz oder auch eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke zwischen Efringen-Kirchen und Bad Bellingen über den Rhein zum französischen Nachbarn.

 

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