SPD bedauert Veranstaltungsüberschneidung am 7.11.

Veröffentlicht am 02.11.2018 in Pressemitteilungen

Wegen der vom Rathaus am 7.11.18 um 18 Uhr angesetzten öffentlichen Informationsveranstaltung im Foyer der Mehrzweckhalle zum neuerlichen Brand bei der Fa. Kühl, wird die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit dem Historiker und Buchautor Hansjörg Noe am gleichen Tag auf 20 Uhr verschoben, um die Terminüberschneidung etwas zu entzerren und denjenigen, die an beiden Veranstaltungen Interesse haben, die Möglichkeit zu geben, auch beide besuchen zu können, was vom Zeitfenster der Beteiligung eine beachtliche Herausforderung und Anstrengung bedeutet. Daher wird der SPD-Ortsverein an seiner Veranstaltung auch für eine kleine Stärkung fürs leibliche Wohl sorgen.

Der SPD-Ortsverein hofft dabei auf Verständnis, so auf die unverhoffte Terminkollision reagiert zu haben. „Eine gänzliche Terminverschiebung hielten wir für unverhältnismäßig, da die Bewerbung für den Vortrag "Hermann Burte und seine Rolle im Nationalsozialismus" von Hansjörg Noe seit längerem schon erfolgte und im Rahmen der Efringen-Kirchner Gedenkwoche an die Reichsprogromnacht vor 80 Jahren „Nie wieder…oder doch wieder?“ stattfinden sollte“ so Schweizer.

 

Der Vortrag von Noe bezieht sich vor allem auf das Kapitel seines 2016 erschienen Buches „Gleichgeschaltet. Maulburg im Nationalsozialismus und die Rolle von Hermann Burte im Dritten Reich“, das den politischen Burte nicht nur beleuchtet, sondern ihn auch im Kontext des Nationalsozialismus darstellt. Dies hat zu Erkenntnissen geführt, die den Ortsverein veranlasst hat, eine kritische und öffentliche Diskussion erneut anzustoßen, ob es noch zeitgemäß ist, einem ausgewiesenen Akteur des Dritten Reichs die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Efringen-Kirchen zubelassen. Gleichzeitig aber die vor 80 Jahren deportierten Juden der Gemeinde zu ehren. „Das passt nicht zusammen“, befindet Schweizer. In diesem Zusammenhang gehört auch die Diskussion darüber, ob die Hermann-Burte-Halle nicht einen anderen Namen verdient. Ebenso sollte das Straßenschild mit einem Zusatzschild „Als Lyriker u. Maler des Markgräflerlandes geschätzt, als Antisemit zu verurteilen“ versehen werden, das Auskunft über einen umstrittenen Namen gibt, so die SPD.

 

Der Vortrag mit anschließender Diskussion findet am 7.11.18 um 20 Uhr im ev. Gemeindesaal in der Hermann-Burte-Straße 1 statt.

 

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