2. SPD sieht nach der Burte-Veranstaltung mit Historiker Noe Handlungsbedarf

Veröffentlicht am 30.11.2018 in Pressemitteilungen

Die gut besuchte Veranstaltung „Hermann Burte und seine Rolle im Nationalsozialismus“ mit dem Historiker Hansjörg Noe Anfang November hat gezeigt, dass es in der Gemeinde ein großes Interesse an der Aufarbeitung des politischen Burtes besteht.

Die sachlich und belegten Fakten, die Noe vortrug, haben gezeigt, dass Burte nicht nur seit seinem Roman „Wiltfeber“ aus dem Jahr 1912 ein Wegbereiter des Nationalsozialismus war, sondern auch mit seinem Eintritt in die NSDAP 1936 sich aktiv in dem menschenverachtenden System einbrachte und keine Gelegenheit ausließ, seine Bewunderung über Adolf Hitler zum Ausdruck zu bringen.

Auf der Veranstaltung wurde dann folgerichtig auch darüber diskutiert, ob es gegenüber den verfolgten und ermordeten ehemaligen jüdischen Bürgern der Gemeinde verantwortbar ist, Burte weiterhin mit der Ehrenbürgerschaft, dem Namen der Gemeindehalle sowie einer Straße, die nach ihm benannt ist, zu ehren.

Die SPD in Efringen-Kirchen hat dazu eine klare Haltung und fordert die Aberkennung seiner 1954 erworbenen Ehrenbürgerschaft, die Umbenennung der „Hermann-Burte-Halle“ in Mehrzweckhalle, wie sie auch vor 1962 hieß sowie ein Zusatzschild am Straßenschild, wie es die Stadt Müllheim machte, bevor sie die Straße im zweiten Schritt umbenannte; „Als Lyriker u. Maler des Markgräflerlandes geschätzt, als Antisemit zu verurteilen (1879-1960)“.

Ziel der SPD ist es bis Ende des 1. Quartals 2019 ihr Anliegen interfraktionell zu diskutieren. Auf der Grundlage, dass eine Ehrenbürgerschaft oder auch eine Benennung von Einrichtungen der Gemeinden nur solche Personennamen zur Auswahl anstehen sollten, welche sich für die Gemeinde oder für die Bürger besonders verdient gemacht haben, muss sich dann der GR verantwortungsvoll damit befassen.

 

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