SPD-Ortsverein wertet Umfrage aus. ÖPNV-Aktion erfolgreich.

Veröffentlicht am 03.01.2021 in Pressemitteilungen

Zum Fahrplanwechsel der Bahn sowie der SWEG hat der SPD-Ortsverein von den Efringen-Kirchnern vor vier Wochen wissen wollen, welche Kritik sie an den Winterfahrplänen 2020/21 haben und welche Verbesserungen gewünscht wären, um den Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) attraktiver und den Umstieg „weg vom Auto“ leichter zu machen.

Über eine rege Beteiligung der Bürger an der Aktion zur Verbesserung des Öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) freute sich der Vorsitzende des SPD Ortsvereins Armin Schweizer. Exemplarisch seien nur einige Wünsche der Bürgerinnen und Bürger genannt. Die Ortsteile ohne Bahnanschluss fühlen sich deutlich benachteiligt und beklagten die wenigen und dazu noch schlechten Verbindungen nach Basel, Freiburg oder Lörrach. 

Gewünscht wurde eine getaktete Verbindung an die Rheintalbahn sowie eine Erreichbarkeit der Ortsteile ohne Bahnanschluss auch nach 18 Uhr und am Wochenende. 

Unter den Rückmeldungen sind auch Verbesserungsvorschläge von einem Nahverkehrsberater eingegangen, der sich im Rahmen einer Studie über die Kandertalbahn-Reaktivierung intensiv mit dem gesamten Busnetz im Markgräflerland befasst hat. Ulrich Grosse hat die Verknüpfung der Ortsteile mit der Rheintalbahn als Schwachstelle erkannt und in den Mittelpunkt seiner Überlegungen gestellt, „die möglichst gut gelöst werden muss“, wie er feststellt. Einen Lösungsansatz verfolgt er aufgrund der Begebenheit, dass sich in Efringen-Kirchen meist die Züge in Richtung Norden und in Richtung Süden begegnen und sich die Busse in diesen Schienenknoten besser einbinden lassen müssten. Dazu bräuchte es einen Stundentakt. Möglich gemacht werden soll dies dadurch, dass es für Kleinkems und Istein nur an Schultagen Busse bräuchte, um die Schulen zu bedienen, da der Grundbedarf über die auf der Rheintalbahn verkehrenden Regionalbahnen abgedeckt werden könne.

Für die anderen Ortsteile sind Busverbindungen erforderlich, die sowohl dem Schülerverkehr wie auch dem Berufsverkehr und Dritten dienen, um in Efringen-Kirchen Bahnanschlüsse nach Freiburg oder Basel/Lörrach zu erreichen.

Als weiteres Nahverkehrsangebot  regt er eine durchgehende Buslinie an, also ohne Umstieg von Efringen über Egingen - Schallbach - Wittlingen - Rümmingen nach Lörrach, die ebenfalls in Efringen in den Bahnknoten eingebunden ist, und damit auch Verbindungen von Welmlingen, Huttingen oder Wintersweiler mit nur einem Umstieg für sie nach Lörrach ermöglicht, ebenso nach Basel oder nach Freiburg.

Die Voraussetzungen für ein attraktives Nahverkehrsnetz in Efringen-Kirchen bewertet Grosse aufgrund der Struktur der Rheintalbahn-Fahrpläne als relativ gut.

Marion Caspers-Merk hatte als das Thema „Buswüste Markgräflerland“ wiederholt im Kreistag angesprochen. Im Frühjahr wird dies erneut Thema im Kreistag werden und sie forderte ein gemeinsames Vorgehen der betroffenen Gemeinden[SA1] 

Für sie sei notwendig die Schülerverkehre, Pendlerströme und weitere Nutzer zu erfassen und ein attraktives Angebot zu entwickeln. Die Bahn sei das Rückgrat der Region und es gehe nicht an, dass die Bahn weg sei, wenn der Bus ankomme.

Der Ortsverein wünsche sich, die Debatte um den Öffentlichen Nahverkehr auch im Hinblick auf den Klimawandel, der auf Antworten wartet, zu forcieren.


 
 

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